Weihnachtsgeschenke für Kunden und Mitarbeiter

Von 13. November 2018Steuertipps

So setzen Sie Geschenke als Betriebsausgaben von der Steuer ab

Für viele Unternehmen gehört es zu Weihnachten dazu, ihren Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern mit kleinen Geschenken Danke zu sagen – ob mit einer guten Flasche Wein oder einem leckeren Präsentkorb.

Schließlich erhalten kleine Zeichen der Wertschätzung die Geschäftsfreundschaft. So gut diese Idee auch ist – steuerlich müssen Sie bei Geschenken einiges beachten, wenn Sie nicht doppelt zahlen wollen.

In diesem Blogartikel erfahren Sie, wie Sie Weihnachtsgeschenke für Arbeitnehmer, Firmenkunden und Geschäftsfreunde steuerlich absetzen, damit aus dem Geschenk kein Ärgernis wird.Wie Sie Weihnachtsgeschenke für Mitarbeiter steuerlich geltend machen

Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter können Sie immer als Betriebsausgaben absetzen. Sie sollten bei der Höhe der Aufwendungen aber die Auswirkungen für den Mitarbeiter beachten, damit die Freude ungetrübt bleibt.

Egal, ob Weihnachten oder nicht – Sie können Ihren Mitarbeitern jeden Monat bis zu 44 Euro an Sachzuwendungen steuerfrei zukommen lassen. Die Freigrenze gilt für alle Sachbezüge (keine Geldgeschenke) in dem Monat. Wenn Sie Ihren Mitarbeitern also jeden Monat schon Bahntickets oder Tankgutscheine sponsern, dürfen diese zusammen mit dem Weihnachtsgeschenk nicht die 44 Euro übersteigen. Sonst wird der gesamte Betrag steuer- und sozialversicherungspflichtig.

Wie das Finanzgericht Hessen in einem Urteil vom 22. Februar 2018 bestätigt hat, kommt die Steuerbefreiung für Geschenke zu besonderen Anlässen für Weihnachten nicht infrage. Nur zu persönlichen Ereignissen wie Geburtstagen oder Hochzeiten können Sie Ihren Mitarbeitern Aufmerksamkeiten bis zu 60 Euro brutto steuerfrei überreichen.

Was Sie bei Weihnachtsgeschenken für Kunden und Geschäftspartner beachten müssen

Für Geschenke an Kunden und Geschäftspartner gilt eine andere Grenze: Sie dürfen nicht mehr als 35 Euro netto pro Beschenktem kosten, damit Sie die Kosten als Betriebsausgabe geltend machen können.

Bei einem Umsatzsteuersatz von 19 Prozent sind das nicht mehr als 41,65 Euro brutto pro Empfänger, beim ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7 Prozent (zum Beispiel bei Büchern) sind es höchstens 37,45 Euro brutto. Nicht umsatzsteuerpflichtige Kleinunternehmer können nur 35 Euro als Bruttobetrag für jedes einzelne Geschenk von der Steuer absetzen.

Bei den 35 Euro handelt es sich um eine Freigrenze. Wenn Sie die Grenze überschreiten, können Sie das Weihnachtsgeschenk nicht mehr als Betriebsausgabe absetzen und auch keine Vorsteuer geltend machen.

Wichtig ist auch, dass das Geschenk einen geschäftlichen Anlass hat. Wenn die Geschäftsbeziehung nicht eindeutig erkennbar ist, ist es besser, wenn Sie auf dem Beleg den Namen des Beschenkten, die Art der Geschäftsbeziehung und den Anlass vermerken.

Da jedes betrieblich veranlasste Geschenk als Betriebseinnahme gilt, muss der Beschenkte eigentlich Steuern dafür zahlen. Damit sich Ihr Kunde oder Geschäftspartner deshalb nicht eher über das Geschenk ärgert als freut, können Sie die Steuern für ihn übernehmen: indem Sie das Geschenk mit 30 Prozent des Bruttokaufpreises pauschal versteuern. Teilen Sie am besten dem Empfänger des Geschenks gleich mit, dass Sie das Geschenk bereits versteuert haben.

Kleinere Präsente wie Kugelschreiber oder USB-Sticks, die weniger als 10 Euro kosten, müssen nicht versteuert werden – weder von Ihnen noch vom Beschenkten. Diese „Streuartikel“ gelten nicht als geldwerter Vorteil.

Schenken ist eigentlich eine schöne Angelegenheit. Bei geschäftlichen Anlässen sollten Sie allerdings gut kalkulieren, damit die Freude bei Ihnen, Ihren Mitarbeitern und Kunden erhalten bleibt.

Teilen Sie den Blogartikel gern mit Ihren Kunden und Geschäftspartnern – sie werden Ihnen sicher für die nützlichen Hinweise dankbar sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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