Gesetzesänderung

Inflationsausgleichsgesetz 8.12.2022

Das Inflationsausgleichsgesetz verfolgt die Verschiebung des Einkommensteuertarifs für die Jahre 2023 und 2024 zur Abmilderung der sog. kalten Progression. Die Eckwerte wurden zum 1.1.2024 um weitere 6,3 % nach rechts verschoben.

Der Grundfreibetrag wird ab 2024 auf 11.604 EUR angehoben.

Der Unterhaltshöchstbetrag wird an die Höhe des Grundfreibetrags angepasst.

Das Kindergeld beträgt für alle Kinder auch in 2024 einheitlich 250 EUR. Die bisherige Staffelung wird aufgehoben. Entsprechend wird der Kinderfreibetrag auf 3.192 EUR pro Elternteil angehoben.

Wachstumschancengesetz

Gesetz zum Jahresende 2023 noch nicht verabschiedet

Mit einer Steuerfreigrenze für Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung i. H. v. 1.000 EUR wird eine bürokratieentlastende Regelung geschaffen. Sofern die Ausgaben die mit ihnen in unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhang stehenden Einnahmen übersteigen, können die Einnahmen auf Antrag als steuerpflichtig behandelt werden.

Aufwendungen für Geschenke an Personen, die nicht Arbeitnehmer des Steuerpflichtigen sind, dürfen den Gewinn bisher nicht mindern, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der dem Empfänger im Wirtschaftsjahr zugewendeten Gegenstände insgesamt 35 EUR nicht übersteigen. Dieser Betrag wird auf 50 EUR angehoben.

Der Höchstbetrag der Anschaffungskosten für die Inanspruchnahme der 1/4% Regelung wurde auf 70.000 EUR angehoben. Bei Hybrid-Pkw (1/2%) kommt es darauf an, ob die Obergrenze von 50g/km eingehalten wird. Die Reichweitengrenze soll gestrichen werden.

Bisher können die Anschaffungs- oder Herstellungskosten geringwertiger Wirtschaftsgüter sofort vollständig abgezogen werden, wenn sie nicht mehr als 800 EUR betragen. Dieser Wert wurde auf 1.000 EUR erhöht.

Die degressive Abschreibung auf bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens kann weiterhin in Anspruch genommen werden, für Wirtschaftsgüter die nach dem 30.9.2023 und vor dem 1.1.2025 angeschafft oder hergestellt worden sind.

Ab 2024 beträgt die Verpflegungspauschale bei 24 stündiger Abwesenheit 32 EUR, sowie für An- und Abreisetage 16 EUR bzw. bei einer Abwesenheit von über 8 Stunden ebenfalls 16 EUR.

Der Höchstbetrag für Zunwendungen an Arbeitnehmer und Begleitpersonen anlässlich einer Betriebsveranstaltung wird auf 150 EUR erhöht.

Die Unschädlichkeitsgrenze wird aufgrund des Ausbaus der Stromerzeugung auf 20% angehoben.

Unternehmer mit einer Umsatzsteuerzahllast von weniger als 2.000 EUR im vorangegangenen Jahr sollen von der Übermittlung von Voranmeldungen befreit werden.

Die Grenze zur Inanspruchnahme dieser Vereinfachungsregelung wird auf 800.000 EUR angehoben.

Gewerbetreibende mit einem Gesamtumsatz von mehr als 800.000 EUR sind nunmehr verpflichtet zu bilanzieren. Bisher lag die Grenze bei 600.000 EUR. Ebenfalls die Gewinngrenze wurde von 60.000 EUR auf 80.000 EUR angehoben.